Der aerodynamische Profi Golfball
Auch gebrauchte Golfbälle fliegen gut
Warum fliegen Golfbälle mit den typischen Vertiefungen in der Schale besser als komplett glatte Kugeln? Die Flugweite hängt sehr stark ab von der äußeren Form. Jeder kennt die typische, aufgerauhte Oberfläche von einem Golfball. Diese sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch aerodynamisch große Vorteile gegenüber einer Ballform mit komplett glatter Oberfläche. Nach allgemeinem physikalischem Laienverständnis würde man aber sagen, dass eine möglichst glatte Form den Golfbällen bessere Flugeigenschaften beschert, was praktisch allerdings keineswegs der Fall ist.
In Versuchen hat man festgestellt, dass die "verbeulten" Golfbälle mit der invers genoppten Oberfläche wesentlich weiter fliegen als ein Golfball mit glatter Form. Der Grund liegt in den Luftverwirbelungen, die bei der glatten Oberfläche weniger ausgeprägt sind und so zu einem höheren Druckunterschied zwischen dem vorderen und hinteren Bereich des Golfballs sorgen, der die Flugweite negativ beeinflusst.
Für Benutzer von Lakeballs sei hier angemerkt: Ein Ball ohne Kratzer ist also keineswegs der bessere Ball zum Golfspielen (Ein "Hoch" auf gebrauchte Golfbälle), lediglich Bälle mit zu einseitiger Abnutzung weisen schlechte Flugeigenschaften aus und sollten aus der Golfausrüstung entfernt werden.