Das Blockhaus und seine Geschichte
Aktuelle Bauweise mit langer Tradition
Der Blockbau ist eine der traditionellsten Bauweisen im Holzbau. Einfache Blockhütten begegnen uns bereits in archäologischen Funden aus verschiedenen Epochen, vor allem aus Ländern, die ein großes Holzvorkommen haben (z. B. Russland, Amerika, Nord- und Mitteleuropa, Schwarzwald oder Tirol). Die bekanntesten Blockhäuser in ihrer einfachsten und ursprünglichsten Form sind uns wohl aus Nordamerika bekannt.
Heute ist der Bau von einem Blockhaus genau so aktuell wie schon vor Jahrhunderten. Im Gegensatz zur Holzständerbauweise oder Holzrahmenbauweise, handelt es sich hierbei um eine Massivbauweise. Die Blockwände bestehen aus Rundhölzern bzw. einseitig gekehlten und doppelt bis vierseitig gekanteten Balken, die übereinander liegen. Diese werden von besonderen Eckverbindungen und manchmal auch zusätzlich durch senkrechte Pfosten gehalten. Reine Rundholz-Blockwände können durch Verfugen abgedichtet werden.
Als Dichtungsmaterial diente den Siedlern in Nordamerika ursprünglich Moos, Birkenrinde oder Lehm. Heute stehen den Liebhabern von Blockhäusern ebenfalls natürliche Dichtungsmaterialien wie Hanf, Flachs oder Schafwolle zur Verfügung, die auch vor dem Befall mit Motten schützen sollen. Außerdem gibt es heute ganz neue Werkstoffe, wie z. B. elastische Dichtungsmaterialien, die hohe Anteile an Kreide oder Latex enthalten.